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COVID-19: 7-Tage-Inzidenz liegt in Dahme-Spreewald über 300 - Handlungsbedarf für Kitas und Schulen

Schulzendorf, den 11.11.2021

Die Pressemitteilung des Landkreies Dahme Spreewald vom 10.11.2021 :


COVID-19: 7-Tage-Inzidenz liegt in Dahme-Spreewald über 300 Anhaltend steigender Inzidenz-Wert/Handlungsanleitung für Kitas und Schulen

 

Im Landkreis Dahme-Spreewald hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle der COVID-19-Infektionen innerhalb der letzten 24 Stunden um 105 erhöht. Die heutige 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt im Kreis bei 302,3. Labordiagnostisch bestätigt wurden seit Ausbruch der Pandemie bisher insgesamt 8.650 Corona-Infektionen (kumuliert). Es sind bisher 259 im Zusammenhang mit dem SARS-CoV-2-Virus stehende Todesfälle zu beklagen. Derzeit sind im Landkreis 22 Personen mit einer COVID-19-Infektion in stationärer Behandlung und davon 6 Personen in intensivmedizinischer Behandlung und davon 4 invasiv beatmet. Vor einer Woche erst wurde die Bekanntmachung über die Überschreitung des 7-Tages-Inzidenzwertes von 100 veröffentlicht. Aufgrund der hohen Covid-19-Fallzahlen und vor allem der starken Anstiegsdynamik muss das Gesundheitsamt den Einsatz der zur Verfügung stehenden Kräfte vorübergehend scharf priorisieren. „Wir müssen die Arbeitsfähigkeit des Gesundheitsamtes im Sinne des öffentlichen Gesundheitsschutzes erhalten“, meint Gesundheitsdezernent Stefan Wichary. „Das Gesundheitsamt muss sich vor allem auf größere Ausbruchsgeschehen und die Vermeidung von – bei Kindern und Jugendlichen extrem seltenen – schweren Krankheitsverläufen konzentrieren.“ Daher richtete sich Frau Dr. Dagmar Sissolak, Amtsärztin und Leiterin des Gesundheitsamtes, mit einem Schreiben an die Schul- und Kita-Leitungen im Landkreis, und gibt Auskunft zu Vorgehen und möglichen Quarantäne-Maßnahmen in den Schulen und Kindertagesstätten.


Verhaltensregeln bei Symptomen und positiven Testergebnissen Symptomatische Kinder/Schülerinnen und Schüler dürfen die Kita/Schule bis zu einem negativen PCR-Testergebnis nicht betreten. Gleiches gilt für symptomatisches Personal. Eine PCR-Abklärung des Infektionsstatus muss über die Hausärzte bzw. Kinderärzte erfolgen. Bei einem positiven qualifizierten Antigen-Schnelltest (PoC) muss die Person unverzüglich PCRnachgetestet werden und sollte sich bis zum Ergebnis häuslich isolieren. Auch hier müssen die Testungen über die Haus- und Kinderärzte veranlasst werden. Alternativ können auch Teststellen, die PCR-Tests anbieten, in Anspruch genommen werden.


Quarantäne / Schwellenwerte Häusliche Quarantäne gemäß § 28 Infektionsschutzgesetz (IfSG) erhalten seitens des Gesundheitsamtes nur noch die mit PCR-Test nachgewiesen infizierten Kinder/Schülerinnen und Schüler und mit PCR-Test nachgewiesen infizierte MitarbeiterInnen. Darüber hinaus erfolgt eine Anordnung häuslicher Quarantäne nur noch gegenüber nicht vollständig geimpften Kontaktpersonen unter dem Personal. „Eine Kontaktnachverfolgung von Einzelfällen im Schul- oder Kita-Kontext ist nicht mehr leistbar“, stellt Gesundheitsdezernent Wichary klar. Bei größeren Ausbruchsgeschehen, d.h. wenn die Anzahl der nachgewiesen Infizierten in den Schulen und Kitas bestimmte Schwellenwerte überschreitet, wird das Gesundheitsamt weitergehende Quarantäne-Maßnahmen, insbesondere für ganze Klassen/Gruppen oder sogar die gesamte Einrichtung, prüfen. Zur schnellen Behandlung dieser Fälle wird für die Schul- und Kita-Leitungen ein eigener Meldeweg eingerichtet. „Bei der Vielzahl der aktuell täglich beim Gesundheitsamt eingehenden Anrufe, E-Mails und Nachfragen brauchen wir diesen Meldeweg, um hier Handlungsbedarf schnell identifizieren zu können“, erklärt Wichary.


Altersgruppe der 5 bis 14-Jährigen Die Meldungen von positiven Corona-Fällen nehmen in den Schulen und Kindertagesstätten des Landkreises zu. Einzelne Kita- oder Hortgruppen sind in Quarantäne. Das Gesundheitsamt hatte zur weiteren Eindämmung Quarantäne in einer Förderschule für zwei Tage (Donnerstag und Freitag) angeordnet. Für diese Woche wurde in einer Grundschule die Quarantäne für die Klassenstufen 3, 4 und 5 angeordnet. Mit den heute gemeldeten Fallzahlen über das Robert-Koch-Institut (RKI) ist die Altersgruppe der 5 bis 14-Jährigen besonders betroffen. Für diese Altersgruppe wird die Inzidenz mit 967 angegeben.